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Mittwoch, 28. Dezember 2011 - 19:46 Uhr
Ein Frohes Neues Jahr 2012

Bewusst habe ich die Ansicht des Schlosses als Bild eingestellt. Es soll nachdenklich stimmen in Hinblick auf die geplanten Bauarbeiten in der Wasserfestung Ziegenhain. In zwei Jahren ist dieser Blick nicht mehr möglich, dann schaut man nur noch auf die 6,50 Meter hohe Mauer.
Trotzdem will ich mit Zuversicht und positiven Willen in die Zukunft und das Jahr 2012 schauen. Obwohl es wieder „Unstimmigkeiten“ bei der Sanierung der Wallgräben gibt, hoffe ich doch, dass es endlich eine positive Entwicklung in diesem Punkt gibt. Ich will jetzt auch nicht mehr schwarz malen, auch wenn es mir schwer fällt….
Ich bin jetzt 1 Jahr Vorsitzender unseres Angelvereins. Wie ich es bereits in der Jahreshauptversammlung angesprochen habe, befindet sich der Verein in einer schwierigen Situation. Bedingt durch die Sperrung unseres Hausgewässers und der Neuverteilung der Arbeiten bedarf es jetzt innovativen Erneuerungen, um den negativen Trend zu beenden. Der Verein hat letztes Jahr den Anfang dazu gemacht.
Ich sehe heute sehr positiv in die Zukunft. Nächstes Jahr wird es weitere Veränderungen geben, die dem Wohle des Vereins dienen. Ich bin froh, dass ich dabei den größten Teil des Vereins als Rückhalt habe. Jedoch gebe ich auch zu bedenken, dass bei all den neuen innovativen Veränderungen die Wurzeln und die Tradition des Vereins nicht vergessen werden darf. Auch muss dabei auf die Mitglieder Rücksicht genommen werden, denen das alles zu schnell geht. Es bedarf einen „gesunden Mittelweg“ um die gesetzten Ziele umzusetzen. Ich bin in dieser Hinsicht offen für jegliche offene Kritik.
Fest steht, dass Stillstand Rückschritt ist. Dies können wir uns langfristig nicht erlauben, sonst läuft der Verein Gefahr irgendwann nicht mehrt zu existieren. Wir alle Mitglieder stehen in der Verantwortung diesen alten eingesessenen und traditionellen Verein zu erhalten.
An dieser Stelle bedanke ich mich recht herzlich bei allen Helfern, die sich im letzten Jahr mit ihrer persönlichen Hilfe in das Vereinsleben eingebracht hatten. Auch appelliere ich eingehend an die Mitglieder, die sich in dieser Beziehung „zurück gehalten“ hatten, der Verantwortung gerecht zu werden, und den Verein mehr unterstützen (nicht nur mit der Zahlung der nicht geleisteten Arbeitsstunden).
Ich wünsche euch allen und euren Familien ein frohes und gesundes Jahr 2012. In der Hoffnung, dass wir 2012 mal wieder am Wallgraben angeln können…….
Petri Heil


Mathias Reitz

Mittwoch, 14. Dezember 2011 - 20:26 Uhr
Offener Brief an den Staatssekretär Dr. Kriszeleit

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Dr. Kriszeleit,

mit diesem Brief möchte ich mich an Sie persönlich wenden. Ich bin Ziegenhainer Bürger seit meiner Geburt. Ich bin sehr heimatverbunden und hierdurch liegt mir sehr viel an meiner Geburtsstadt Ziegenhain.

Mit Interesse und Sorge verfolge ich die geplanten Baumaßnahmen der JVA Schwalmstadt, insbesondere den geplanten Neubau der Sicherungsverwahrung.

Mit Aufmerksamkeit verfolgte ich die beiden Bürgerversammlungen zum Thema Neubau JVA am 06.10.2011 und 12.12.2011 in der Kulturhalle Schwalmstadt-Ziegenhain.

Ich bin Realist, und ich weiß, dass es nicht möglich ist, die schon seit längerer Zeit feststehenden Baumaßnahmen zu verhindern. Auch ist mir natürlich bewusst, dass die JVA als Arbeitgeber der Region ein wichtiger Partner der Bürger im Kreis ist.

In den beiden Bürgerversammlungen hatten Sie und ihre Mitarbeiter bzw. deren Beauftragte nun die Aufgabe, den Bürgern Ziegehains zu vermitteln, dass die Baumaßnamen überwiegend zum Vorteil für die Stadt Ziegenhain, der Festung und deren Bürgern ist.
Das ist so, als wolle man im Rahmen einer Verkaufsveranstaltung für minderwertige Heizdecken diese so anpreisen, dass mündige Bürger froh sind, diese überteuert einkaufen zu dürfen.

Bitte verzeihen sie mir diesen Vergleich, aber es spiegelt doch die Situation der verantwortlichen Personen oben auf der Bühne der Kulturhalle wieder. Es werden alle Register gezogen, um den Neubau der JVA den Bürgern so zu vermitteln, dass es doch gar nicht so schlimm ist.

Ich war aufmerksamer Zuhörer beider Veranstaltungen. Natürlich ist es ihre Aufgabe, den Neubau positiv darzustellen. Jedoch wurde manchmal Argumente mit herangezogen, die so nicht akzeptabel waren:

In der 1. Bürgerversammlung am 06.10.2011 sagten Sie, Herr Dr. Kriszeleit, das eine der Gründe für den Standort JVA Schwalmstadt die traditionelle Verknüpfung zwischen den Bürgern Ziegenhains und der JVA besteht. Ich verwehre mich als Ziegehianer mit diesem Vergleich. Der Ziegenhainer hat eine traditionelle Verknüpfung mit der Schwalm als Region, mit dem Schwälmer Brauchtum, der Roten Wurst, der Schwälmer Tracht und der Ziegenhainer Salatkirmes ect., aber nicht mit der JVA!

Weiter war die Aussage, ein Verlust der JVA im in Ziegenhain gleichbleibend mit dem Verlust von vielen Arbeitsplätzen ist, relativ plump. Natürlich ist es den Bürgern Ziegenhains bewusst, dass die JVA ein wichtiger Arbeitgeber ist, jedoch war es nicht nötig, eingangs der Bürgerversammlung gleich mit diesem zu „drohen“.

Auch die gestrige Aussage, die Mauer der Sicherungsverwahrung wird sich harmonisch in die Festungsanlage einfügen, ist vorsichtig ausgedrückt eine „gewagte Äußerung“.

Wie gesagt, es ist natürlich schwierig, die Baumaßnahmen den betroffenen Bürgern zu vermitteln. Ich möchte jetzt auf den wesendlichen Punkt kommen. Natürlich gehe ich davon aus, dass allen verantwortlichen Personen der Planung und Umsetzung des Neubaues bewusst ist, um welches kulturhistorisches Erbe es sich bei der Wasserfestung Ziegenhain handelt. Vermutlich einmalig in Deutschland und Europa. Obwohl ich manchmal glaube, dass es den Verantwortlichen nicht bewusst ist, sonst würden sie dieses Erbe nicht mit Füßen treten.

In den 80 ziger Jahren durch den Erweiterungsbau ein Großteil der Festung optisch zerstört. Auch damals wurde gesagt, man werde so schonend wie möglich den Neubau in die Festung „einbeziehen.“ Der Neubau damals war und ist immer noch eine Katastrophe für die Wasserfestung Ziegehain.

Dann kam es zum Erweiterungsbau des Kornhauses vor zwei Jahren. Auch hier wurde von Ihrer Behörde beschwichtigt: „Man werde die Mauer und die neue Pforte harmonisch in die Festungsanlage mit einbeziehen. Das Ergebnis: Eine Katastrophe! Es geht kaum schlimmer!

Was ich mit den beiden Beispielen sagen will: Herr Staatssekretär Dr. Kriszeleit, ich habe Angst um meine Heimatstadt und die Festung Ziegenhain. Der jetzige Neubau kommt, aber ich bitte Sie herzlich und inständig, hören Sie diesmal auf die besorgten mündigen Bürger Ziegehains! Lassen Sie nicht mehr zu, dass alte Fehler wieder gemacht werden.

Geben Sie uns Bürgern Ziegenhains Gelegenheit und die Möglichkeit unsere Sorgen und Wünsche bei den Verantwortlichen zu äußern. Nehmen Sie uns ernst! Setzen sie unsere Wünsche, soweit möglich um, haben sie Raum für Kompromisse, zum Wohle der Festung Ziegehain und zum Wohle der Bürger.

Ich habe gestern die Präsentation der Bremer Ingenieurbüros gesehen. Selbst wenn die Mauer „bautechnisch“ in die Festungsanlage „eingezogen“ wird, selbst wenn die Mauerhöhe von 6,5 Meter optisch durch eine Aufschüttung „verkleinert“ wird, selbst wenn sie unter Sternenhimmel aufwendig Beleuchtet wird, selbst wenn Bäume und Hecken das Erscheinungsbild aufwerten sollen, die Mauer ist ein fremdes Monster in der Festung. Mir tun die Anwohner am Großen Wallgraben leid, die morgens ihre Rollos hochziehen und statt der Silhouette des Schlosses die Mauer sehen müssen. Versetzen Sie sich doch bitte in deren Lage.

Versetzen sie sich weiter in die Lage der Anwohner, der flanierenden Touristen und Bürger, die anstatt Weiden mit Pferden, einer Streuobstwiese, der Bastion der Festung, der alten Stadtmauer nun einen Parkplatz wie auf einem OBI Baumärkten sehen müssen. Es tut weh, überhaupt daran zu denken.

Haben sie Verständnis für diese Menschen!

Es bleibt bald nichts mehr übrig von der historischen Festung. Wie Sie in der gestrigen Bürgerversammlung sagten, ist nichts „endlich“. Alles kann korrigiert werden. Natürlich ist es möglich, dass in 100 Jahren die Festung wieder befreit ist, von den hässlichen Bauten der JVA. Aber ich muss meinen Kindern oder Enkeln mal erklären, wie wir zulassen konnten, dass die Festung so zerstört wird. Und ich kann nur sagen: „Mein Sohn, wir konnten nichts tun, schade eigentlich.“

Wie bereits gestern in der Bürgerversammlung angesprochen, gab es einige Irritationen mit den Anwohnern, die nicht zu dem Workshop eingeladen wurden. Planen Sie bitte den Workshop in Einbeziehung des zuständigen Ingenieurbüros so, dass alle betroffenen Bürger die Möglichkeit haben, ihre Wünsche für die Baumaßnehmen vorzubringen. Es sind bestimmt Vorschläge dabei, die bisher noch nicht in betracht gezogen wurden und allen Seiten helfen können. Wir arbeiten nicht gegen Ihre Behörde, schon gar nicht gegen Ihre Person, wir agieren zum Wohle aller!

Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, meine Brief zu lesen. Ich wünsche Ihrer Familie und Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit,

mit freundlichen Grüßen

Mathias Reitz

Sonntag, 11. Dezember 2011 - 15:59 Uhr
Weihnachtsmarkt 2011

Recht herzlichen Dank an alle Helfer für unseren Verkaufstand Forellen-/ Aalverkauf für den diesjährigen Weihnachtsmarkt. Neben den Helfern für den Auf- bzw. Abbau und den fleißigen Verkäufern, bedanke ich mich ausdrücklich bei den Leuten der Räucherei.

Da dieses Jahr nur wenige Mitglieder "Interesse" an den Arbeiten zum Räuchern hatten, mussten die Wenigen unter erschwerten Bedingungen drei Tage "Vollgas" geben um alle Fische in alt bewährter Qualität zu bereiten.

Für das Wohl des Vereins sind die Arbeiten rund um den Weihnachtsmarkt nicht mehr wegzudenken. Jedes Mitglied profitiert davon. Aus diesem Grund wünsche ich mir für die Zukunft mehr Beteiligung an den Arbeiten.

Und noch ein kleines Bonbon für die Winterangler: Es werden noch vor Weinachten Forellen in den Schützenwaldteich eingesetzt!

Petri Heil

Mathias Reitz


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