Caspestausee Spanien von 21.04.06 - 28.04.06
am 21.04.2006 war es mal wieder so weit. Nach langer Überlegung und Planung hatten wir uns dazu entschlossen, dieses Jahr mit dem Flugzeug nach Spanien zu reisen.
Dazu waren im Vorfeld einige organisatorischen Maßnahmen nötig, hierfür noch mal herzlichen Dank an alle Beteiligten.
Jetzt traf uns die Qual der Wahl, welches Tackle und wie viel Gepäck jeder Mitnehmen kann, da wir ja nur pro Person 20kg haben durften.
Aber Dank des netten Personals von Iberia Airline waren die 2-3kg ;-) Übergepäck kein Problem.
Also schlugen wir am 21.04.06 um 16.30Uhr mit unseren Sachen am Flughafen Frankfurt Main auf, und sogleich zogen wir die Blicke neugieriger Passenten auf uns, als wir unsere langen und getarnten Taschen auspackten. Noch mehr Aufsehen erhielten wir, als wir sie auch noch auspacken mussten... nicht weil sie Waffen oder ähnliches vermuteten -Nein! weil wir Taschenlampen mit Batterien drinnen hatten. Diese dürfen nur getrennt von einander transportiert werden. Also gesagt getan. Nach einer halben Stunde war es nun endlich soweit, und unsere Taschen waren weg.
Also warteten wir im McDonalds auf unseren Flieger. Um 19.20Uhr war es dann endlich soweit, und die Angeltour konnte beginnen.
Nach einer 1,5 Stunden Flug bewegte sich der Airbus auch schon wieder langsam in Richtung Boden, und um 21.20Uhr konnten wir dann auch schon spanischen Boden betreten.
Sofort nach der Gepäckausgabe ging es zur Hertz Autovermietung und auch schon nach kurzer Zeit und dank der "pepplerischen" Korrespondenz hatten wir unser Leihwagen. Voll bis unter das Dach beladen ging es nun 200km in Richtung Caspe.
Nach einer kleinen Exkursion (eine Stunde) durch Barcelona erreichten wir unser Ziel in Caspe so gegen 03.00Uhr.
Unsere kurze Ruhepause wurde dann so gegen 09.00Uhr durch das Gebelle von Nauti und Kira unterbrochen und wir wurden erstmal von Gert und seiner Frau empfangen und anschließend mit Kaffee und Frühstück versorgt.
Nach dem Frühstück machten Alex und Marco sich erstmal auf, um Köderfische zu fangen. Wir mussten mit Enttäuschung feststellen, dass es zu diesem Zeitpunkt die Karpfen sehr vorsichtig und nur auf ganz feines Zeug bissen.
Thomas und Peppi bauten erstmal in Ruhe ihr Tackle zusammen.
Campgäste wurden von Peppi und Thomas mit Fragen durchlöchert, so das eines schon mal klar war... Waller geht!!
Ja ja die Köderfische, sie wollten nicht so recht wie wir das wollten. Zwei nette schweizer Angelkameraden (Gruß an Reto und Thomas) gaben uns den Tip, sehr sehr fein zu fischen. Sofort wurden Winkelpicker, Matchruten etc umgebaut. 1-3 Gramm Schwimmer hat man natürlich immer dabei.
Vielen Dank schon mal an dieser Stelle an Gert der wieder mal uns aus der Patsche half.
Nun ging es an das Karpfen fangen. Wir fingen für unsere Verhältnisse und nächtliche Angeltouren genügend Köderfische.
Alex beim Karpfenangeln
Der erste Waller wurde von Thomas in einer Bucht unweit des Camps gefangen. Er war 2,00m lang und hatte ein geschätztes Gewicht von 120 Pfund. An diesem Abend hatte Thomas 6 Bisse.
Thomas und sein 2,00m Waller
Das ging ja schon mal gut los. Leider hatten Marco und Alex noch nicht das Glück, welches aber am Ende der Woche zuschlagen sollte.
Am nächsten Tag fuhren Peppi und Thomas nach Escatron um mit der Spinangel zum Erfolg zu kommen. Der dauerte nicht lange und Peppi konnte einen schönen 1,85m langen Waller mit Hilfe eines Spaniers sicher am Flussufer landen. Von Escatron wird hier in diesem Bericht noch mehr die Rede sein. Seit schon mal gespannt!
Peppi und sein 1,85m von Escatron
Die nächsten Morgende standen Peppi und Marco sehr früh auf um Karpfen zu fangen. Am Abend standen dann die Nachtangeltouren zu den Hot Spots auf dem Programm. Sprich, die Boote Alex/Marco und Thomas/Peppi fuhren zu ihren Lieblingsstellen. Leider wurden wir für unsere nächtlichen Touren und Bojenmontagen etc. nicht belohnt.
An den Tagen hingegen lief es für Thomas und Peppi vermeintlich besser (was das fischen auf Welse betrifft). Genaueres später.
In Escatron hatte Thomas sofort nach vier fünf auswürfen einen Biss den er leider nicht bekam. Der nächste Wurf war sofort erfolgreich und Thomas schrie zu Peppi herrüber: ,,Ich hab Einen Ich hab Einen, hol schnell die Kamera!“ Gesagt getan. Angel aus dem Wasser und einen Spurt angelegt. An der Kamera angekommen, mußte Peppi feststellen, LEIDER ist kein Akku in der Kamera, so das von dem Waller nur ein kleines Video die Größe und das Gewicht in etwa hergibt. (Vielen Dank an Nokia für diese dollen Handys).
Die Aufregung hatte sich gelegt und Peppi ging zu seinem Angelplatz zurück und der Gummifisch bekam es wieder heftig.
In der Zwischenzeit hatten sich unsere Schweizer Freunde dazugesellt und warfen auch ihre Kunstköder aus.
Leider hatte Reto schon beim allerersten Auswurf großes Pech.
Seine Angel brach in zwei Teile. In einem waren Thomas und Peppi den Schweizern voraus. Das war das Kunstköderangeln in Escatron. Hatten doch die Schweizer in ihre ersten Woche 97 Zander gefangen. Und oben bei Gert im Camp den einen oder anderen Waller überlistet und was das Köderfischangeln anging uns deutlich gezeigt wie man es machen mußte.
Aber hier in Escatron da zeigten doch Thomas und Peppi wie man es machen mußte.
Peppi hatte schon so ungefähr 100 mal ausgeworfen und wollte eigentlich mal eine Pause machen und sich über die Lunch-Box von Jacintha hermachen, da hatte doch beim letzten Wurf ein Waller was dagegen. Der Waller hatte eine Größe von 1,75 m aber machte einen Speck in der Strömung als wäre es ein Fisch über 2m. Leider hatte Thomas beim filmen irgendetwas falsch gemacht und somit ist kein Video von diesem wie ich fand klasse Drill vorhanden.
Der Waller wurde fotografiert und wie alle unsere Fische wieder ins Wasser zurückgesetzt!!
Peppi und sein 1,75m bei Escatron
Am Nachmittag entschlossen sich Thomas und Peppi nach Mequinenza in einen Angelladen zu fahren um Gummifische und Kleinmaterial zu kaufen. Leider konnte Peppi seine Rechnung nicht bezahlen wo wir wieder beim Thema wären…. ESCATRON. Hatte er doch entweder beim tanken des Mietwagens oder beim angeln in Escatron seine gesamten Papiere incl. Bargeld verloren. Der Schreck war groß und Peppi stellte einen neuen Streckenrekord von Mequinenza nach Escatron auf. Thomas meinte naß geschwitzt: ,,Huch so schnell waren wir noch nie hier.“
In Escatron wurde der Dorfpolizist aus seiner Siesta rausgeklingelt und schrieb Peppi ein Ersatzpapier. Abends im Camp gab es dann ein gemütliches Grillen mit den Campgästen und jede Menge Bier. Angelfrust und anderer Ärger wurden dann heruntergespült.
Alex, Thomas (Schweitzer), Gert und Reto
Aber am nächsten Tag sollte es endlich mal klappen. Wie sagte Peppi mal:,,Wir brauchen mal ne Sternstunde.“
Gert hatte uns ein Guiding angeboten. Einen halben Tag und eine ganze Nacht in Escatron zu fischen.
Thomas und Alex
Wieder mal dort angekommen, diesmal mit Boot (Fahrzeit 90 min), wurden erstmal die Gummiköder ausgeworfen. Leider hatten wir uns mehr davon versprochen. Konnten wir nun also an den Stellen fischen an die man sonst ohne Boot nie ran kam.
Das Spinangeln wurde eingestellt und wir wollten nun unseren Nachtangelplatz beziehen.
Marco und Alex wurde auf einer kleinen Insel im Fluß abgesetzt und Gert , Thomas und Peppi holten den Rest der Angelsachen. Wir waren schon fast wieder an der Insel angekommen, da sah der Peppi wie Alex und Marco wie wild mit ihrer Spinangel herumfuchtelten. Verflixt, die haben einen dran schrie Peppi zu den anderen im Boot. Nach einem schönen Drill hatte der Alex auf einem kleinem Attractor einen schönen Waller von 1,85m.
Alex und sein 1,85m
Mensch das ging ja schon klasse los. Wir hatten noch gar nicht ausgepackt und die Zwei hatten mal den Gummi durch das seichte Wasser gezogen. Der Waller wurde angebunden und nun wollte Marco mal mit seiner Rute den Attractor durch das trübe Wasser ziehen. Schon nach ein paar würfen rief Marco zu Uns herüber, da war Einer, der hat den Gummifisch verfehlt. Marco warf den Gummi wieder an die Stelle wo der Waller zuschnappte und rums BISS!! Sofort nahm der Waller jede Menge Schnur von der Rolle und am Wasser herrschte allgemeine Aufregung. Schon wieder Einer. Und das so kurz hintereinander. Marcos Wallerdrill wurde von Alex per Videokamera gefilmt. Der Fisch wurde so langsam müde und war kurz vorm landen, da entschloß sich Peppi doch auch mal die Spinrute auszuwerfen. Mensch da muß doch noch einer ,,rumstehen“. Marco hatte seinen 1,92m langen Waller gerade ans Flussufer gezogen da schrie Peppi ,,Ich hab Einen“. Alex brauchte die Kamera erst gar nicht ausmachen, es wurde schon wieder ein Waller gedrillt. Das ging hier ja ab wie die Waldfee. Nee nix geschnitten oder so. Alles echt. Zwei Fische kurz hintereinander. Peppis Fisch hatte eine Länge von 1,94m.
Peppi und sein 1,92m
Peppis lang ersehnte „Sternstunde“ hatte begonnen. Thomas stand da und schüttelte mehrmals den Kopf und meinte dauernd: „Das gibt’s doch gar nicht!“ -„Doch sagte ich, das gibt’s!“ Mensch Thomas werf die Angel raus, da sind bestimmt noch mehr. Gesagt getan. Thomas fing also auch an die Waller mit seinem Gummifisch zu ärgern. Wir anderen Drei und Gert fingen an das Nachtcamp aufzubauen. Erstmal hinsetzen und was trinken oder eine rauchen. Wir hatten uns gerade hingesetzt und ein Döschen aufgemacht da hallte es schon wieder ,,Ich hab einen!“
Wir schüttelten nur die Köpfe. Das darf doch nicht war sein. Was ist hier nur los. Die ganze Woche quält man sich rum und nun so was. Einfach GEIL!!
Thomas sein Drill dauerte leider etwas länger weil sich der Waller in alten angeschwemmten Bäumen verkrochen hatte. Dank übermenschlicher Kraft durch Marco und dank der Super Baumarktsäge von Gert (Dank an Gert, Du hast fast alles immer zur Hand gehabt) konnten wir einen 1,94m landen.
In der Zwischenzeit hatten Alex Gert und Peppi die Walleruten für das Nachtangeln aufgebaut und nun wurden die Karpfen zu Ihren Bojenmontagen rausgefahren. Dies war für uns alle Neuland. Im dunkeln nur durch ein Signalfeuer geleitet über ein großes Wasser schippern. Irgendwie war alles sehr aufregend. Es lag noch mehr in der Luft.
Die Bojenruten
Die ersten Karpfen hingen an ihren Bojen und Gert, Marco, Alex und Peppi wollten sich gerade in ihren Karpfenstühlen gemütlich machen, da schlich sich doch der Thomas von dannen und fing doch noch einen Waller. Ja ihr lest richtig. Nummer 5 war geharkt. Wie sich später herausstellte eignete sich Marco bestens als persönlicher Wallerguide von Thomas. Mußte er schon wieder Gerts Säge quälen. Der Waller hatte sich auch in einen alten Ast verheddert. Der Fisch hatte eine Länge von ca. 1,90.
Genau in der Zeit als Marco und Thomas ihren Arbeitsdienst nachholten, fing Peppi mit Marcos Rute einen schönen und wie sich später herausstellte schwersten Waller der Woche mit 2,09m und ca. 130-140 Pfund. Alex konnte leider die Kamera nicht schwenken denn er hatte an seiner Rute zur gleichen Zeit einen Biss.
Waller Nummer 6 hing also am Seil. Es folgten zwei Fehlbisse. Die Ruten wurden neu rausgebracht. Wir hatten uns gar nicht lange hingesetzt da schrie Gert: ,,Biss, da drüben die Rute los, los!!“ Marco das ist ja deine Rute. Marco schlug an und meinte: ,,Der ist ab, Schade!“ Gert war aber anderer Meinung. Der konnte nicht ab sein! Hatte doch der Waller den Karpfen genommen und schnell Flußaufwärts in Richtung eines kleinen Seitenarms Tempo aufgenommen. Im letzten Moment bemerkte Marco doch noch das der Waller dran war und er konnte nach einem kraftvollen Drill einen 2,12m langen und 120-130 Pfund schweren Waller landen. Noch in seinem Drill hatte Peppi auf seiner Rute einen Biss. Ja ihr lest wieder richtig. Schon wieder fast eine Doublette. Der Fisch war nicht ganz so groß wie die anderen, ca. 1,60m.
Peppis 1,60m und Marcos 2,12m
Ebenfalls noch am Abend konnte Alex einen 1,97m langen Waller fangen.
Die Nacht war dann ruhiger bis auf den Waller Nummer 11. Den fing Marco mit Gert,s Pellets Montage. Da hatte nun der Gert endlich seinen Fisch aber er konnte ihn nicht fangen da er gerade dabei war die spanischen Wälder zu fällen.
Marco und ein 1,10m auf Pellets
Zusammen fingen wir also in dieser Nacht 11 Waller und hatten noch mind. 5 Fehlbisse.
Als die ersten Sonnenstrahlen aufs Wasser fielen wurden diese herrlichen Bilder von unseren Fängen gemacht. Hier noch mal die Maße :
2,12m , 2,09m , 1,97m , 1,94m , 1,94m , 1,92m , 1,90m ,1,85m , 1,60m , 1,60m und 1,40m.
Das war endlich mal ein Tag wie er öfter sein könnte!
Alex, Marco, Thomas und Peppi
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